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Rüdi, Schantalle und das Spitzenteam
Deutsche Hockeydamen bei den European Maccabi Games 2011 in Wien
Abwechselnd
mit der alle vier Jahre in Israel stattfindenden Maccabiade – so etwas,
wie die Olympischen Spiele der jüdischen Sportler -, finden jeweils um
zwei Jahre versetzt die Maccabi-Europameisterschaften statt - und in
diesem Jahr mit Austragungsort Wien erstmalig in einem
deutschsprachigen Land. Die junge deutsche Damen-Hockeymannschaft,
die sich aus vielen verschiedenen deutschen Hockeyclubs speist (u.a.
Cad Alster, SC 80 Frankfurt, MSC München, Etuf Essen, STK Berlin, RW
Köln, SCC u.a.) und die in dieser Zusammensetzung noch nie gespielt
hat, stellt sich also zum zweiten Mal ihren internationalen Gegnern –
und startet mit einer großen Überraschung.
Gleich der erste
Gegner des offenen Euro-Wettbewerbs, das Team aus den USA, wird mit
einem 13:0 förmlich vom Platz gefegt. Hatte man in Tel Aviv gegen die
sympathischen Amerikanerinnen noch sowohl in der Vorrunde, als auch im
Halbfinale Niederlagen hinnehmen müssen, mutet dieser „Kantersieg“
nicht nur sehr erfreulich und auch überraschend an, sondern ist
ebenfalls Ausdruck einer großartigen taktischen Mannschaftsleistung und
Folge perfekter Einstellung durch Trainerfuchs Rüdiger Hänel. Der,
ehemaliger DHB-Nationaltrainer, brillierte einmal mehr mit großer
strategischer Cleverness und vermochte außerdem aus Spielerinnen völlig
unterschiedlicher Leistungsstärken eine Mannschaft zu formen.
Der
Rumpf der Mannschaft besteht aus Jugendlichen und sehr jungen
Spielerinnen, deren Leidenschaft und Einsatzfreude stärker kaum sein
könnte. Angeführt wird die Mannschaft von der charismatischen Nationalspielerin Rebecca Landshut. Großartige Verstärkung erhielt
das deutsche Team durch die Essener Schwestern Rebecca und Dinah Grote,
letztere ihres Zeichens frisch gebackene A-Nationalspielerin des DHB.
Das
Zusammenspiel zwischen den erfahrenen Spielerinnen und den jüngeren
Nachwuchskräften indes gedeiht auch abseits des Hockeyplatzes prächtig.
Da müssen beispielsweise Kosenamen her. Erstens sowieso und zweitens, um der vielen Rebeccas Herr zu
werden – z.B. Betzi, Becci, Becks. Weitaus weniger notwendig, aber
ein Stimmungsindikator ist die Umbenennung der einzigen Nadine in
„Schantalle“ (Und ob Respektperson Rüdiger Hänel die Kurzform "Rüdi"
mag oder nur Zähne knirschend erträgt, ist
in der Sekunde nicht bekannt!). Alles wird gemeinsam gemacht: WM-Frauenfussball schauen,
Pizzaessen und die ein oder andere Nagel-Lackier-Einheit. Es spricht
für die junge Mannschaft, dass auch eine knappe 3:4-Niederlage gegen
äußerst starke Niederländerinnen nur kurz für Verstimmung sorgt und
sich Humor schnell wieder Bahn bricht (O-Ton Dinah Grote: Dat war Fuß
im Kreis und der pfeifft nich – sach mal, war der zwölf?).
Im
Verbund ihrer jüdischen Mitsportler ist die deutsche Hockeymannschaft
der Damen sehr beliebt – aufgrund ihrer immer gut gelaunten Art und
gleichzeitig wegen ihrer hoch engagierten Spielweise. Unmittelbar bevor diese Zeilen entstanden,
angelte sich das Team –
nach Bronze in Tel Aviv – in Wien die Silbermedaille der
Europameisterschaft!
Ein europäisches Spitzenteam eben!
Markus Grobecker 12.07.2011
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Deutschland läuft auf |
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Rüdi und Harri mit Holli-Wimpel

Dinah hat den Turbo an

Miezi hat den Schläger unten

Betzi kurz vor der Aggi

Dinah, Becks und Naomi bei kurzer Ecke

Rüdi bei Manöverkritik

Nach dem Spiel: Dinah hat Wasserspaß

Debby und Betzi auch

Is klar I: Leah
(oben) und Schantalle

Is klar II: Betzi

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Leah G. – Becci R. – Debby –
Betzi – Orli – Kathi – Naomi – Noemi
Schantalle –
Becks – Dinah – Leah W. – Becci S.-K. – Miezi
Debo
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